Observatorium Hakos
09.10.2012

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Gästefarm Hakos mit IAS-Sternwarte
In Sichtweite des Gamsbergs unterhält die IAS auf der Gästefarm Hakos ein weiteres, bestens ausgestattetes Observatorium. Die Beobachtungsverhältnisse sind auf Hakos annähernd so ideal wie auf dem Gamsberg. Hier stehen eine Rolldach-Doppelsternwarte mit einem 50-cm-Cassegrain-Teleskop und einem 50-cm-Newton-Astrograph sowie ein 4,2-m-Kuppelgebäude mit einem 50-cm-Ritchey-Chretien-Teleskop. Ein weiteres Rolldach schützt unser C14 auf einer großen Gabelmontierung. Außensäulen mit Gemini- und Fornax-Montierung können eigene Teleskope oder die vereinseigenen C11 oder Takahashi Epsilon 160 aufnehmen.

Derzeit stehen folgende Teleskope zu Verfügung:

20-Zoll-Cassegrain-Teleskop

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50-cm-Cassegrain-Teleskop im Ostraum
Das 20-Zoll-Cassegrain-Teleskop (Primärfokus f/3 (1500 mm); Sekundärfokus f/9 (4500mm)) der Firma Astrooptik Philipp Keller ist auf unserer 350 kg schweren deutschen Montierung angebracht und eignet sich neben dem visuellen Beobachten im Sekundärfokus vor allem für hochauflösende Fotografie bis hin zum Mittelformat im Primärfokus. Der Tubus ist als Gitterkonstruktion aus CFK-Rohren ausgeführt, um bei der Fotografie eine konstante Fokuslage über einen längeren Zeitraum zu gewährleisten. Während übliche Cassegrainteleskope nur einen paraboloiden Hauptspiegel und einen hyperbolischen Sekundärspiegel aufweisen und somit nur für kleine Gesichtsfelder brauchbare Abbildungen zeigen, ist unser Instrument zusätzlich mit hochwertigen Korrektoren im Primär- sowie Sekundärfokus ausgestattet. Dies ermöglicht extrem große Aufnahmefelder, die auch in den Randbereichen punktförmige Sterne zeigen. Der Wechsel zur Fotografie im äußerst lichtstarken Primärfokus erfolgt durch einfaches Entfernen des Sekundärspiegels. - All diese Voraussetzungen ermöglichen die Aufnahme extrem schwacher Gasnebel und Galaxien in hervorragender Abbildungsqualität.

20-Zoll-Newton-Astrokamera

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Die AK3 - ein 50-cm-Newton Astrograph
Dieses Teleskop - die sogenannte AK3 - wurde von unserem Vereinsmitglied Carsten Jacobs entworfen und gebaut. Es handelt sich hierbei um ein vorwiegend fotografisch nutzbares Newton-Spiegelteleskop mit 20 Zoll (51 cm) Öffnung und 1888 mm Brennweite (f/3,7). Der 4"-Wynne-Korrektor korrigiert ein Feld von 60 mm Durchmesser perfekt und erlaubt den Einsatz aller modernen Vollformat CCD- und DSLR-Kameras. Ein 0,73x-Reducer reduziert die Brennweite auf 1400 mm (F2,8) und lässt sich mit einem vollkorrigierten Bildfeld von 28 mm Durchmesser für Kameras bis zum APS-C-Format einsetzen. Die Astrokamera befindet sich im Westraum des Hakos-Observatoriums und ist auf einer englischen Rahmenmontierung installiert.

20-Zoll Ritchey Chrétien (Alluna Optics)

Dieses Gerät hat sein First Light im Jahr 2012 gesehen. Neben exzellenten Spiegeln fertigt Alluna auch hervorragende Komplettgeräte, so dass wir uns gerne für dieses Gerät als Nachfolger unseres 40-cm Cassegrains entschieden haben. Der RC bietet bei 51 cm Öffnung eine Brennweite von 4.100 mm (f/8), die mittels Reducer auf 3.000 mm reduziert werden kann (f/5,9). Dabei hat das voll korrigierte Feld 65 bzw. 60 mm Durchmesser, so dass auch große CCD – Chips optimal genutzt werden können. Das Gerät wurde wieder auf der Zeiss-Montierung in Betrieb genommen, die trotz ihres Alters nach wie vor hervorragend läuft.

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Der 20“ Ritchey-Chrétien auf der Zeiss - Montierung

14-Zoll-Schmidt-Cassegrain (C14)

Wer eine lange Brennweite benötigt, greift gerne auf das bewährte C14 von Celestron zurück: Mit einer Öffnung von 14 Zoll (35 cm) und einem Öffnungsverhältnis von f/11 ist es bei den Planetenbeobachtern und -fotografen sehr beliebt. Aber auch Deep-Sky-Fotografen nutzen dieses Arbeitspferd aufgrund seiner optischen Qualitäten gerne: Mit einem vorhandenen Hyperstar – Korrektor kann der Primärfokus des Gerätes genutzt werden, so dass sich für Kameras bis etwa 30mm Bilddiagonale eine Brennweite von 675 mm bei f/1,9! ergibt. Damit sind unter dem namibischen Himmel extrem tiefe Aufnahmen möglich.

Das C14 wurde auf einer großen Gabelmontierung untergebracht, die unter einem eigenen Rolldach ihr Zuhause gefunden hat.

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Das C14 auf der Kraska - Gabelmontierung

11-Zoll-Schmidt-Cassegrain (C11)

Der kleine Bruder des C14 ist ein bei Amateurastronomen sehr beliebtes Gerät. Mit einer Öffnung von 11 Zoll (28 cm) und 2800 mm Brennweite ist das C11 noch als handlich zu bezeichnen. Deshalb wird es gerne auf einer der Außensäulen benutzt. Die Hauptanwendungsgebiete des Teleskops sind die visuelle Beobachtung und die Messung veränderlicher Sterne.

Takahashi Epsilon 160

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Takahashi Epsilon 160 auf der Gemini-Montierung
Bei diesem Instrument handelt es sich um einen reinrassigen Astrografen, dessen Konstruktion ähnlich einem Newton mit Koma-Korrektor ist. Der Hauptspiegel mit 160 mm Durchmesser ist jedoch hyperbolisch, und ein vierlinsiger Korrektor sorgt für eine absolut verzeichnungsfreie Abbildung auch in den Ecken eines Kleinbildfilms. Durch die kurze Brennweite von 530 mm und das daraus resultierende Öffnungsverhältnis von f/3.3 ist der "Tak" für die Fotografie großflächiger und lichtschwacher Objekte prädestiniert.

 

 

 

17,5-Zoll Dobson

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17,5-Zoll-Dobson-Teleskop
Für das schnelle "Spechteln" zwischendurch eignet sich der Dobson mit 45-cm-Hauptspiegel. Wegen seiner relativ geringen Brennweite sind auch in Zenitnähe noch komfortable Beobachtungen möglich. Auch Astrofotografen benutzen den Dobson gerne zwischendurch zum Schauen, um die langen Belichtungszeiten sinnvoll zu nutzen. 

Die Vereinsmitglieder können natürlich auch eigene Instrumente mitbringen, die sie beispielsweise auf den Außensäulen montieren können. Hierfür stehen die vereinseigenen Fornax- und Gemini-Montierungen zur Verfügung. 

Die Hakos-Sternwarte der IAS hat den Observatory Code 221 des Minor Planet Center am Smithsonian Astrophysical Observatory in Harvard. Die genauen Koordinaten sind:
23° 14' 11" Süd, 16° 21' 42" Ost, 1834 m ü. NN

Die mit dem "Eco Award" für umweltfreundliche Unterkünfte ausgezeichnete Gästefarm Hakos wird von Walter Straube, seiner Tochter Waltraud und deren Ehemann Friedhelm Hund bewirtschaftet. Gastfreundschaft bedeutet Ihnen sehr viel, so dass Astronomen und ihre Familien auf Hakos bestens betreut sind.

Das Farmgelände bietet reichhaltige Möglichkeiten für Wanderungen durch die Hakosberge und für die Beobachtung der artenreichen Fauna mit ihren Bergzebras, Steppenpavianen, verschiedenen Antilopen- und zahlreichen Vogelarten.