| Speckle-Interferometrie für Amateure |
|
|
| Geschrieben von Karl-Ludwig Bath | |
| 01.04.2007 | |
|
Seite 3 von 7 Die Fresnelsche ZonenplatteIn Abb. 3a sehen wir eine sogenannte Fresnelsche Zonenplatte. Die ist nicht zu verwechseln mit einer Fresnel-Linse, wie man sie als positive Linse auf Tageslichtprojektoren findet und als Negativlinse an der Heckscheibe von Kleinbussen. Die Fresnel-Linse ist eine Anwendung der Lichtbrechung. Die Fresnelschen Zonenplatte dagegen besteht aus einer Abfolge heller und dunkler Ringe. Sie ist eine Anwendung der Lichtbeugung. Auch mit der Fresnelschen Zonenplatte kann man Abbildungen erzeugen. Zum Beispiel lässt sich so ein aufgeweiteter Laserstrahl auf einen Punkt fokussieren (Abb. 3b). Eine technische Anwendung des Effektes ist die Abbildung mit Röntgenstrahlen. Röntgenstrahlen können nicht wie sichtbares Licht gebrochen werden, aber die Absorption funktioniert immer noch. ![]() Abb. 3: (a) Fresnelsche Zonenplatte - (b) Eine mit ihr erzeugte Abbildung Nun hat die übliche Beugungsfigur eines Sterns (Abb. 2a) genau dieselbe Ringabfolge wie eine Fresnelsche Zonenplatte, so dass man auch mit einem Diapositiv der Beugungsfigur abbilden kann (Abb. 2b). Das Ergebnis: Man kann mit rein beugungsoptischen Mitteln das Seeing austricksen und aus einer Specklewolke (Abb. 1b) das Airy-Scheibchen des Sterns (Abb. 2b) rekonstruieren. |





