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Astrofotografie mit DSLR-Kameras PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Werner Roßnagel   
04.12.2005

Fazit

Mit den DSLR-Kameras hat eine neue Ära in der Ast­rofotografie begonnen. Wer gewisse Einschränkungen im Ha-Bereich in Kauf nimmt, erhält heute für weniger als 700€ eine ausgezeichnete Astrokamera, die dazu noch ohne Einschränkungen als normale Spiegelreflexkameras einsetzbar ist. Etwas teurer sind Ha-taugliche Spezi­alver­sionen.

Helixnebel NGC 7923
Abb. 7: Helixnebel NGC 7923

DSLR-Kameras eignen sich hervorra­gend zum Einsatz mit unseren lichtstarken In­strumenten. Das Optimum bil­det hierbei zur Zeit das Ta­kahashi Epsilon 160 mit f/3,3 bei f = 530mm. Opti­mal weiterhin, sobald die Justier­ar­beiten abgeschlossen sind und ein Off-Axis-Guider für DSLR zur Verfügung steht, die AK2 mit f/3,7 bei f = 1648mm. In einem ähnli­chen Be­reich liegt der Primär­fo­kus des im nächsten Jahr ver­fügbaren Keller-Cas­segrain mit f/3 bei f = 1500mm. Die Krönung wird das große Te­leskop auf dem Gamsberg bilden mit f/4,7 bei f = 3000mm. Aber auch an den länge­ren Brennweiten bei kleinerem Öffnungsver­hält­nis erge­ben sich genü­gend Einsatz­mög­lichkeiten.

Der Anfänger erreicht mit Einzelbil­dern von 5 bis 10 Minuten Belichtungs­zeit schon Beachtliches. Bei Kor­rektur des periodischen Fehlers und guter Auf­stellung sind solche Aufnahmen so­gar ohne Guiding und ohne PC-Anschluss möglich. Wer mehr will, muss mehr Auf­wand betreiben. Er hat aber dann fast alle Möglichkeiten, die bis heute noch den auf­wändig ge­kühlten CCD-Kame­ras vorbehalten blieben, insbesondere, wenn es in Zukunft gelingt, das thermische Rauschen der CMOS-Sensoren noch weiter zu reduzieren.