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Astrofotografie mit DSLR-Kameras PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Werner Roßnagel   
04.12.2005

Belichtet werden muss mit einem separaten Ti­mer, da sonst, selbst mit Computersteuerung der Kamera, nur die Festzeiten bis 30sec zur Verfügung ste­hen. Dieser Timer ist als Sonderzubehör zur EOS er­hält­lich. Ebenfalls emp­fehlenswert ist ein 12V-Batterie­adap­ter, den die Firma Hutech für die EOS-Kameras an­bietet.

Mein Arbeitsplatz im Freien war ausgerüstet mit einer 90Ah-Wanderbatterie an der ein Centrino-Notebook (Dell), eine STV-Nachführkamera, die EOS 20D und der Teleskop­antrieb mit Steuerung angeschlossen war. Bei zehnstün­digem Dauerbetrieb zeigte die Batterie am Mor­gen immer noch über 12 V und war damit noch mindes­tens halb voll, ein Zeichen dafür, dass unsere Batterie- und Solarka­pazität bei Einsatz von stromsparenden Gerä­ten durchaus ausreichend dimensioniert ist.

Ein gewisses Problem war der Dunkelbildabzug, der bei Aufnahmezeiten über fünf Minuten erforderlich wird und deutliche Verbesserungen bringt. Am effektivsten ist es, wenn man für eine ganze Serie jeweils nur ein einzel­nes Dun­kelbild aufnimmt. Der Dunkelbildabzug muss aber dann mit irgendeinem Bildbear­bei­tungs­pro­gramm wie z.B. Photoshop vorgenommen werden. Dunkelbild­abzug ist aber (noch) nicht im RAW-Format möglich, deswegen muss das Bild erst in Bitmap konvertiert wer­den, wobei allerdings immer gewisse Bildverarbeitungen vorgenom­men werden, die man nicht zu 100% im Griff hat. Beste Ergebnisse erhielt man deshalb erst, wenn man mit 16Bit-TIFF arbeitete, hier dann allerdings, wie oben dar­gestellt, bereits mit 48MB-Dateien und entsprechen­den Verarbei­tungs­zeiten.