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Astrofotografie mit DSLR-Kameras PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Werner Roßnagel   
04.12.2005

Praktischer Einsatz

Im Frühjahr 2005 hatte ich meine Hutech-EOS20D bekommen und konnte nur wenige Testaufnahmen durch­führen, bevor ich sie, sozusagen jungfräulich, im Septem­ber mit nach Namibia nahm. Fast gleichzeitig und unab­hängig von mir hatte Carsten Jacobs dieselbe Kamera bei Hutech geordert und erhalten, so dass wir beide sozusa­gen „First Light“ in Namibia hatten und uns gut austau­schen konnten.

An und für sich hatte ich die Astrokamera AK2 ge­bucht. Da aber mit den vorhandenen Mitteln mit der EOS 20D kein Off-Axis-Guiding an der AK2 möglich war und K.-L. Bath umfangreiche Arbeiten vorhatte, versuchte ich mich am Takahashi Epsilon 160 auf der Außensäule 3 mit der Gemini-Montierung. Da am Takahashi infolge des ge­ringen Backfokus auch kein Off-Axis-Gui­ding möglich war, arbeitete ich mit meiner STV an einem kleinen Leit­rohr, das Lutz Bath gerade erüb­rigen konnte (Abb.4).

Luftiger Arbeitsplatz an Außensäule 3
Abb. 4: Luftiger Arbeitsplatz an Außensäule 3

Das Takahashi arbeitet nicht mit normalem T2-An­schluss, da bei dem großen Öffnungsverhältnis f/3,3 sonst bereits deutliche Vignettierung auftritt. Es gibt ei­nen speziellen und größeren Wide-T-Adapter, der aber nun speziell für jede Kamera be­schafft werden muss. Auf Hakos gab es nur einen entsprechenden Minolta-Adapter. Durch Kombina­tion und Umbau von vorhandenen EOS-T2-Adap­tern wurde doch ein Anschluss möglich. In der Zwi­schenzeit ist aber der spezielle EOS-Adapter be­schafft und beim Zubehör des Takahashi zu finden.

Leitsternsuche und Nachführung mit der STV klappten trotz des etwas improvisierten Aufbaus mit dem kleinen Leitrohr meist hervorragend. Gab es doch Nachführfeh­ler, so lag es meist daran, dass ir­gendwelche Schrauben am Leitrohr nicht richtig an­gezogen waren.