Home arrow Sternwarten arrow Gamsberg
Observatorium Gamsberg Drucken E-Mail
09.08.2006

Gamsberg
Traum der Astronomen: Der Gamsberg
Der Gamsberg in Namibia gehört weltweit zu den besten Plätzen für Astronomen: 220 astronomisch nutzbare Nächte pro Jahr mit extrem geringer Luftunruhe stellen ihn in eine Reihe mit berühmten Observatorien auf La Palma, Hawaii oder in der chilenischen Atacama-Wüste. Ursprünglich als Standort für eine Großsternwarte des Max-Planck-Institutes für Astronomie vorgesehen, steht der Gamsberg heute den Amateurastronomen der IAS zu Verfügung.

Die ursprünglich in den 1970er Jahren geplante Großsternwarte auf dem Gamsberg wurde schließlich nicht realisiert: Es war absehbar, dass auf dem Paranal in Chile das Very Large Telescope enstehen würde und für ein zweites Observatorium dier Größenordnung kein Bedarf besteht. So erklärte sich die Max-Planck-Gesellschaft Ende der 1990er Jahre bereit, die astronomischen Nutzungsrechte der IAS zu überlassen.

Zunächst einmal musste die Infrastruktur geschaffen werden: Es galt, die vorhandenen Beobachtungs- und Wohngebäude zu restaurieren, Stromleitungen zu installieren und die Wasserversorgung sicher zu stellen. Dies war teilweise nicht einfach zu bewerkstelligen, denn auf den Gamsberg führt nur ein kleiner Weg, der ausschließlich von geschulten Fahrern benutzt werden darf. Durch den enormen Einsatz einiger IAS-Mitglieder wurde schließlich ein Observatorium gebaut, dass sowohl für den visuellen Astronomen wie auch für den Astrofotografen sicher und komfortabel nutzbar ist.

Leistungsfähiges Amateurinstrument

So können derzeit bereits mit kleineren Instrumenten erfolgreich Beobachtungen durchgeführt, und im Jahr 2007 wird mit einem 71-cm-Teleskop den IAS-Mitgliedern das leistungsfähigste Amateurteleskop im südlichen Afrika zur Verfügung stehen. Die mechanischen Komponenten des Teleskops sowie die 2,5 Tonnen schwere Montierung wurden der IAS vom Max-Planck-Institut für Astronomie überlassen. Derzeit werden in Deutschland die notwendigen Anpassungen vorgenommen. Die optischen Komponenten des Teleskops - der Haupt- und der Fangspiegel - werden von der Firma Alluna Optics in Augsburg gefertigt (s. auch "Neues Teleskop für den Gamsberg").